Strumpfhose-Englisch

Die englische Strumpfhose trat zum ersten Mal im Jahr 1718 auf die Bildfläche. Damals befand man sich im Rokoko Zeitalter und Männer wie auch Frauen trugen Strümpfe. Es war eine sehr feudale Zeit und der Besitz von Strümpfen, die mit einem Strumpfband gehalten wurden, galt als purer Luxus. Damals trugen Männer und Frauen vor allem weiße Strumpfmode. Die Mode änderte sich allerdings sehr schnell. In diesem Jahrhundert waren zwischen Strümpfen für den Mann und die der Frau kaum Unterschiede festzustellen.

Männerstrümpfe waren genau so verziert und bestickt wie die der Damen. Das gehörte einfach zum Luxus dazu. Diesen wollte man noch einmal mit Stickereien zum Ausdruck bringen, auch wenn diese unter den langen Kleidern der Damen und den Reifröcken nicht gesehen wurden. Die englischen Strumpfhosen und später auch die deutschen kosteten damals 100 Reichstaler. Da man gerade in Deutschland die englischen Strümpfe nicht mehr importieren wollte, wurde sehr schnell beschlossen in Berlin die erste Niederlassung zu bauen, die Strümpfe herstellt. Die englischen Strümpfe waren im 17. und 18. Jahrhundert aus Organzin Seide gemacht. Darum waren sie auch so sehr teuer.

Damit die teuren Strümpfe auch, bei den extrem feminin wirkenden Männern, gut zur Geltung kamen, wurden die Hosen nur mäßig weit und bis zum Knie genäht. Der Hosenabschluss bedeckte auch noch das Ende der Strümpfe mit. Die Mode zu dieser Zeit war sehr pompös und auffallend, damit auch jeder sah, wie reich die adeligen Menschen waren. Durch den sehr hohen Preis konnten sich einfache Bürger auch keine Strumpfhosen leisten. Dieses Recht hatten einzig und allein die hohen Herrschaften.

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